Social Media Managing im Bereich Bildung und Kultur

Zwischenbericht von Clara Easthill, Freiwillige im Max Mannheimer Studienzentrum 2011/12

Seit September dieses Jahres wird der dritte Schreibtisch im Mitarbeiterbüro von mir, der neuen Freiwilligen des Max Mannheimer Studienzentrums, besetzt. Nach meinem Abitur habe ich entschieden, erst einmal ein Jahr ein sogenanntes Freiwilliges Soziales Jahr im Kulturbereich zu machen und bin damit die erste, die ein FSJ im Max Mannheimer Studienzentrum (MMSZ) macht. Das MMSZ ist eine Bildungseinrichtung, die vor allem jungen Menschen aus aller Welt eine Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte ermöglichen möchte, vor allem mit der Zeit des Nationalsozialismus und insbesondere mit der Geschichte des Konzentrationslagers Dachau.

Viel machen – viel lernen
Meine Arbeitsbereiche umfassen das Social Media Managing – in anderen Worten eine Zuständigkeit für soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ –, Materialpflege, die Bibliothek auf dem neuesten Stand zu halten, die Erarbeitung von englischen und französischen Seminarmaterialien, die Mitarbeit bei Studientagen oder Unterstützung der Teamer und Teamerinnen. Und natürlich unterstütze ich alle anderen bei der Erarbeitung und Konzeption neuer Materialien. Alles in allem also ein sehr abwechslungsreiches FSJ.

Und abgesehen von diesen Aufgaben werde ich selbst auch viel weitergebildet: Bis vor kurzem habe ich noch am Ausbildungskurs der Gedenkstätte teilgenommen und neben meinen Bildungstagen, die von dem FSJ-Träger vorgeschrieben sind, habe ich auch die große Ehre, als eine von 80 TeilnehmerInnen die Jugendbegegnung des Bundestages in Berlin zu besuchen.

Viele Fragen – viel Spaß
Die Teilnehmenden der Studientage und Bekannten stellen mir häufig die zwei Fragen, ob die Arbeit in diesem Themenfeld nicht allzu belastend sei und ob man denn als FSJlerin nicht nur am Kopierer stehe. Ich kann beides reinen Gewissens verneinen. So sehr mich das Thema von Zeit zu Zeit auch mitnimmt, so sehr macht mir die Arbeit hier wirklich viel Spaß. Das liegt vor allem an der Kommunikation mit so vielen Menschen und an der freundlichen Atmosphäre, die zwischen den TeamerInnen und allen Festangestellten besteht. Die Tatsache, dass ich allabendlich nach Hause geschickt werden muss, könnte dies bestätigen.

Dachau, Dezember 2012